Buchtipp – „Mein Papa fährt Rollstuhl“

Es ist der Klassiker schlechthin: kleine Kinder stehen staunend vor meinem großen Hightech-Rollstuhl und werden von ihren Eltern schnell weggezogen: Bitte bloß nicht hinschauen, das ist nichts für dich! Ich finde es vielmehr toll und auch wichtig, wenn Eltern den Kindern erklären möchten, was es damit auf sich hat. Das ist ein Stück Inklusion, vor allem wenn Eltern ganz offen fragen, ob das für mich o. k. ist.

Es besteht heutzutage weniger Scheu, Menschen mit Schwerbehinderung anzusprechen. Aber ein Großteil der Gesellschaft versteht nach wie vor nicht, dass auch Menschen mit schwerer Einschränkung ein Bedürfnis nach Sexualität oder den Wunsch nach einer festen Partnerschaft und Familie haben. Es wäre nicht ungewöhnlich, wenn Eltern mit Behinderung staunend angeschaut werden. Hier bietet das schöne Kinderbuch „Mein Papa fährt Rollstuhl“ einen interessanten und offenen Einblick, was es bedeutet, einen Vater im Rollstuhl zu haben. Verlegerin Doris Hesseler, Mutter eines schwermehrfachbehinderten Sohnes, vertreibt seit mehr als 10 Jahren Kinderbücher mit Inklusions-Hintergrund.