Über den Blog

E-Rolli-Blog anlehnend an meinen Erfahrungen und persönlichen Erlebnissen

Mein Name ist Marcel Renz, ich habe inzwischen die 30-Jahre-Marke überschritten und bin schon seit mehreren Jahren wegen einer fortschreitenden Muskelkrankheit E-Rollstuhl-Fahrer. Für viele Mitmenschen, die mich das erste Mal auf der Straße sehen, bin ich eine kleine Sensation, vor allem für Kinder. Wer kann schon von sich behaupten, dass er so bestaunt wird wie das Porträt von Mona Lisa im Louvre in Paris? Die meisten Schaulustigen will ich aber an dieser Stelle ausdrücklich entlasten, da sie einfach nicht wissen, wie sie mit einem E-Rollstuhl-Fahrer umgehen sollen. Diesen Menschen möchte ich mit einem Alltagsknigge für den Umgang mit E-Rollstuhl-Fahrern helfen.
Da mein Erscheinungsbild mit meinem großen Gefährt auf vier Rädern – meistens ausgestattet mit einem Beatmungsgerät – nicht gerade gewöhnlich ist, kann eine außen stehende Person meinen Alltag schwer nachvollziehen. Im Prinzip führe ich ein normales Leben mit Höhen und Tiefen wie sie jeder von uns erlebt. Wenn ich euch neugierig gemacht habe, lade ich alle herzlich ein, meinen Alltag hautnah mitzuerleben und zu verstehen. Regelmäßig werde ich von Erlebnissen aus meiner Vergangenheit berichten.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, auch wir E-Rollstuhl-Fahrer müssen im Umgang mit unserer Umwelt dazulernen. Es gilt, Verständnis zu zeigen, wenn wir einmal schräg angeschaut werden oder uns irgendwelche Behörden ärgern. Es ist wichtig, dass wir – soweit es uns möglich ist – Initiative ergreifen und aktiv auf unsere Mitmenschen zugehen. Außerdem wissen auch wir manchmal nicht ganz genau, wie wir mit bestimmten Behinderungen anderer Menschen umgehen sollen.
Damit wir zukünftig bestens für die Begegnung mit unseren Mitmenschen ausgerüstet sind, solltet Ihr diesen Alltagsknigge speziell für E-Rollstuhl-Fahrer regelmäßig lesen. Natürlich sind auch E-Rollstuhl-Fahrerinnen gemeint. Aus Gründen der Einfachheit verzichte ich in meinen Beiträgen auf die Nennung beider Geschlechter.

Randnotiz: Um mein Leben als E-Rollstuhl-Fahrer und damit die Blogs verstehen zu können, ist es nötig, dass einige elementare Begriffe kurz erklärt werden. Deshalb beinhaltet meine Homepage ein Glossar.

Zur Person: Ich bin gebürtiger Schwabe und lebe seit mehreren Jahren in der Kurpfalz. Nach meinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Uni Heidelberg war klar, dass ich mich als Journalist, Texter und Autor betätigen werde. Die Jobsuche gestaltet sich sehr schwierig, denn kaum ein für mich potentieller Arbeitgeber traut sich, eine Person im E-Rollstuhl einzustellen. Hinzu kommt die riesige Konkurrenz im Journalismusbereich. Daher bleibt mir neben den zahlreichen Bewerbungen der Versuch, mir als Freier Texter einen Namen zu machen.

Mehr Worte sind an dieser Stelle überflüssig, da die Blogbeiträge eine klare Sprache sprechen.
Wer mit mir, dem Blogmaster in Kontakt treten möchte, hat jederzeit die Möglichkeit, mich mit dieser E-Mail Adresse zu erreichen: marcel.renz@marcel-gibtgas.de

 

Ein Gedanke zu „Über den Blog

  1. Hallo Marcel,
    ich bin auch E – Rolli – Fahrer draußen. In der Wohnung mit Rollator und ganz kurze Strecken auch ohne. Ich habe einige Deiner Ausführungen in Deinem Blog gelesen und kann da nur zustimmen vor allem was die öffentlichen Verkehrsmittel und das Verhalten einiger Mitmenschen betrifft.
    Habe inzwischen die 50 – Jahre – Marke leicht überschritten und suche Kontakt zu anderen Rolli Fahrern, aber ich möchte mich nirgends registrieren oder anmelden da ich dem Internet gegenüber einige Vorurteile und Bedenken habe und mit dem Computer auch nicht so fit bin. Vielleicht hast Du ein paar gute Tipps für mich auf Lager? Würde mich freuen von Dir zu hören.
    Gruß Andy

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